Bericht vom Horsemanshipkurs vom 23./24. Februar 2008


geschrieben von Katja

Sechs Reiter haben sich für den Kurs bei Marion Rother angemeldet, und es war, wie bei Kursen so üblich, ein bunt gemischtes Feld, so wurden zwei Gruppen gebildet nach den Kriterien „Super Reiter“ und „Klasse Reiter“, was zu einem harmonischen Kursablauf führte.

Beide Gruppen haben die gleichen Elemente geübt, es ging um die wesentlichen Punkte der Horsemanshipdisziplin: Punktgenauigkeit, Exaktheit der Linie und reiterliche Einwirkung bei den Manövern. Folglich wurden die wesentlichen Bestandteile der Horsemanship erklärt, ohne dass wir Pattern reiten sollten. Es ging darum, gerade Linien zu reiten, punktgenaue Übergänge und Richtungswechsel ohne Verlust der Symmetrie. Marion hat sich für all diese Elemente viele verschiedene sehr hilfreiche Methoden ausgedacht, die uns Reitern sehr deutlich vor Augen geführt haben, wie schnell sich Schlampigkeiten und Ungenauigkeiten einschleichen, die leider viel zu oft im persönlichen Training toleriert werden, nicht so aber an diesem Wochenende! Immer wieder ging es auf die Endlosacht, immer wieder sind wir geradeaus durch zwei parallele Stangen geritten, immer wieder haben wir exakt an den Pylonen die Gangart gewechselt! Und es war verblüffend: Der übliche Spruch „Das geht nicht und das kann ich nicht" hatte bald keine Gültigkeit mehr! beleidigtEs ging und jeder konnte!

Und so konnte sich der Trupp am nächsten Tag gelassen an den Härtetest heranwagen: Geritten wurde eine Pattern inklusive anschließender Railwork. Nachdem zuvor die Pattern gemeinsam besprochen wurde, vermochte es anschließend jeder Reiter gut die gelernten Einzelteile in die Praxis umsetzen. Selbstständig erkannte jeder Teilnehmer, welchen Abstand man sinnvollerweise zur Pylone hält, um die entsprechenden Manöver gut auszuführen, wann die Hilfegebungen eingesetzt werden müssen und wie rechtzeitig man mit Stellungs-, Richtungs- oder Gangartwechsel beginnen sollte. Es war deutlich zu sehen: Jeder hatte sich verbessert und die Pferde arbeiteten mit Aufmerksamkeit mit. Und dies ist ohne Zweifel die Frucht der freundlichen, geduldigen, aber unnachgiebigen Art von Marion, die am Ende immer zum Erfolg führt!


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