Bericht vom Trailkurs vom 15./16. März 2008


1. Aus Sicht der Jugendlichen geschrieben von Luisa und Louisa

Samstag, 15.03.08

08:30 Uhr
Die Jugendlichen sind auf dem Weg ihre Pferde von der Weide zu holen. Deren Mütter tragen mittlerweile schon Stangen in die Halle.

09:00 Uhr
Wir beginnen jetzt unsere Pferde warm zu reiten. Nach etwa 10 Min. erklärt Marion uns die Grundlagen des Trailreitens. Jetzt geht es aber endlich richtig los. Jeder Reiter sucht sich mit seinem Pferd ein Hindernis und übt. Marion hat dabei immer ein Auge auf jedem. Der Schwerpunkt dieser Übungseinheit liegt auf dem Rückwärtsgehen durch Hindernisse und die Trailstangen.

10:30 Uhr
Nun sind die Erwachsenen dran und wir können verschnaufen.

12:00 Uhr
Lecker! Endlich kommt Gaby mit der dampfenden Kartoffelsuppe. Die hungrigen Reiter schlagen kräftig zu. Zur Suppe gibt es Weißbrot und frischen Salat.

13:00 Uhr
Die Mittagspause ist zu Ende. Die halbwegs gut erholten Pferde und Reiter (Jugendliche) beginnen jetzt mit der zweiten Runde. Auf dem Trainingsplan stehen nun Schrittstangen, Galoppstangen und Tor. Es wird wieder fleißig geübt sodass die Pferde auch schön ins Schwitzen kommen.

15:30 Uhr
Die Erwachsenen beginnen nun mit ihrem 2. Training (das Gleiche wie wir).

17:30 Uhr
Puh, geschafft! Alle Pferd-Reiter-Paare verlassen erschöpft, aber glücklich die Halle.

Für heute ist Schluss, doch morgen geht es weiter ... müde



2. Aus Sicht der Erwachsenen geschrieben von Sylvia

Sonntag, 16.03.08

Nach einer viel zu kurzen Nacht kam ich morgens verschlafen im Stall an, die erste Gruppe war schon voll in Action. Danke Marion, dass ich in der zweiten Gruppe sein durfte! Noch im Tiefschlaf tapste ich zur Weide um mein Pferd zu holen, natürlich stand er am äußersten Ende. Habe ich gesagt "er stand?" Nein, er lag noch! Wach sah er nicht aus, war er auch nicht. Nach 10 min. (gefühlte ½ Stunde) konnte ich ihn endlich zum Aufstehen überreden. Nachdem wir das geklärt hatten, trotteten wir beide schlaftrunken Richtung Stall. Dort angekommen durfte er erstmal weiterschlafen, während ich mich durch eine gefühlte 10 cm dicke Schlammschicht kämpfte. Mit einem halbwegs sauberen Pferd begann der Ernst um 10.30 Uhr nun auch für uns.

Der Vormittag bestand aus Wiederholungen von gestern (Schritt-, Trab- und Galoppstangen, Tor, rückwärts durchs L) und neuen Übungen (Brücke, Slalom im Schritt und Trab durch Pilonen, 360° Drehung im Quadrat, seitwärts über Stangen). Wir verteilten uns auf die verschiedenen Hindernisse und übten fleißig. Marions Augen waren überall, ihr entging nichts. Das Phänomen werde ich wohl nie enträtseln. Vielleicht ist es auch ihr 7. Sinn, dass sie immer genau dann schaut, wenn etwas schlecht oder gar nicht klappen will. Marion nahm sich jeden Einzelnen nacheinander immer wieder vor, gab Tipps und Ratschläge die von uns (so gut wir konnten) umgesetzt wurden. Jeder Einzelne merkte schnell, wo seine Schwachpunkte waren. Die hieß es nun intensiv zu üben, der Eine kämpfte mit den Schrittstangen, der Nächste mit dem Tor und die Seitwärtsstangen waren auch nicht Jedermanns Sache. Von den Galoppstangen will ich erst gar nicht reden, aber Marion schaffte es mit ihrer ruhigen Art immer wieder, uns zu motivieren wenn mal wieder etwas gar nicht klappen wollte. Bei der Brücke baute Marion zusätzliche Hürden ein, indem sie eine Schrittstange nach der anderen hinter die Brücke legte. Schneller wie gedacht war der Vormittag rum, die Mittagspause haben wir uns (Pferd und Reiter) jetzt alle verdient.

Nach der leckeren Kartoffelsuppe (Danke Gabi!) verkündete Marion, dass wir ab 14 Uhr alle zusammen reiten und verteilte mit einem Grinsen die Trail-Pattern. Ohje, wie soll ich die mir jetzt so schnell merken? Die Pause war um und los ging’s. Pferde putzen und dabei die Pattern lernen, nichts leichter als das! Aber zum Glück durften wir den Trail noch einmal abgehen, Marion erklärte uns alles ganz genau. Dann wurde es Ernst, wir setzten uns auf unsere Pferde und stellten uns alle in eine Reihe auf. Wer wollte als Erster? Keiner, also hat Marion sich einen rausgepickt. Ging doch ganz gut, ein paar wurden mutig und trauten sich. Mein Mut hielt sich in Grenzen, ich startete als Vorletzte. Nach der ersten Runde waren wir alle erleichtert, Marion gab noch mal Tipps und Ratschläge für die nächste Runde. Auch die überstanden wir alle mehr oder weniger glücklich.

Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende und wir waren uns alle einig: es war ein anstrengender, aber sehr lehrreicher Kurs. Nachdem die Pferde versorgt waren, trotten wir alle geschafft aber zufrieden nach Hause sagen danke Marion!


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