Sophia Red Clouds (Rufname: Nandou)


vorgestellt von Bianca:

Unmittelbar nach ihrem dritten Geburtstag (im Jahr 2014) hat Nandou Marion kennengelernt. Zu diesem Zeitpunkt ließ sie sich willig halftern, führen, anhalten und auch anbinden, kannte von zahlreichen Spaziergängen die nähere Umgebung und auch das Gelände der Ranch, den Roundpen hatten wir auch bereits "beschnuppert".

In einem Punkt waren Marion und ich uns sofort einig, das Tempo der Ausbildung soll Nandou bestimmen. Körperlich ist sie zwar gut entwickelt, um als Reitpferd zu gelten, aber im Kopf ist sie gerade erst drei Jahre alt geworden und das sieht man ihrem Gesichtsausdruck oft genug an. Es fing mit zwei Terminen je Woche an und wurde dann auf drei Termine je Woche gesteigert. Da Nandou nicht auf der Ranch wohnt, sondern im Offenstall nebenan, führe ich sie jedes Mal die 10 Minuten runter zur Ranch und bin auch jedes Mal dabei, um mitzulernen und zu beobachten. Mir fiel sofort auf, dass Marion eine enorme Gelassenheit ausstrahlt, die nicht nur Nandou sehr gut tut. Hinzu kommen Geduld, Sensibilität und Humor. Dieser Mix prägt die Ausbildungsatmosphäre. Aufgrund ihrer umfassenden Erfahrungen, erkennt Marion auch sofort, wann Nandou an ihre kognitiven Grenzen gerät und hört vorher auf. Nicht die Uhr bestimmt die Lerneinheiten, sondern Motivation und Leistungsvermögen des Jungpferdes.

Von Anfang an wird in allen drei Gangarten gearbeitet. Es soll nichts Besonderes sein, wenn sie mal galoppiert. Von Anfang an achtet Marion darauf, dass sie Nandou bewegt und nicht umgekehrt. Ganz deutlich wurde mir da klar, wie oft die Pferde es schaffen, uns zu bewegen und es uns Menschen gar nicht so richtig bewusst wird.

Und so begann es mit der Arbeit im Roundpen, der Longe und dem Knotenhalfter. Später kam ein Pad hinzu, danach ein Sidepull und der Westernsattel und schließlich Erwin. Letzterer zeichnet sich durch einen gewissen Hang zur linken Seite aus, aber durch sein geringes Gewicht hat er Nandou nicht wirklich beeindruckt. Erwin wurde  einfach gut festgebunden, damit er keinen Abgang macht und seine schwankende Art als Reitdummy sorgte für eine gewisse Heiterkeit. Nach und nach gewöhnte sich Nandou dann auch an das Gefühl, reale Menschen auf ihrem Rücken in allen drei Gangarten zu tragen und entwuchs so immer mehr dem Roundpen.

Nächste Station sollte die Reithalle werden - spannend für alle Beteiligten. Da waren Sonnenflecken am Boden, ein Dach über dem Kopf, ein heranfahrender Traktor, Pferde in halber Rittersrüstung, die über die nebenan liegende Koppel rannten. Und trotz all dieser aufregenden Dinge blieb Nandou bei dem, was sie bisher von Marion gelernt hat, reagierte auf die reiterlichen Hilfen und machte ihren Job.

Mehr Infos zu Nandou und seiner Besitzerin findet Ihr hier: Bianca

 

Nandou

 

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